Mama sein

Mama Peinlichkeiten – Der unzensierte (Klein)Kindermund

Dass Mama und Papa zu dick für die Rutsche sind, können Papa Habibi und ich ja noch so wegstecken. Auch die “dicke” Oma sieht es Gott sei Dank mit Humor. Aber wenn die “Komplimente” dann über den direkten Verwandtenkreis hinaus gehen, wird es manchmal ein wenig heikel. Und im Zweifel, undendlich peinlich.
Der Troublemaker läuft im Moment auf Hochtouren auf, wenn es darum geht mich wie eine absolute Volldeppin darstehen zu lassen, die komplett versäumt hat ihrem Kind jegliche Art von Höflichkeit und  Anstand mit auf den Weg zu geben.


Naja, man kann es natürlich auch anders betrachten. Nämlich, dass Kinder – anders als wir Erwachsenen – einfach geradeaus, direkt und schonungslos “in your face” ehrlich sind. Das heißt im Klartext, dass der (Kinder)Mund einfach nur das ausspricht, was die Momentaufnahme hergibt, ist das nicht eigentlich erstrebenswert?! 🤔
Die Antwort auf diese Frage überlasse ich euch und wünsche viel Spaß mit meinen persönlichen Top 10 der Lieblingszitate der letzten Wochen:

1. “Guck mal Papa, der Mann da hat aber einen dicken Bauch. Noch dicker als du.”

Bleibt nur lächeln, winken und den Einkaufswagen mit 100 km/h Vollgas zur Kasse schieben.

2. “Ich habe einen großen Pipi-Mann. Hast du auch einen Pipi-Mann?”

Man stelle sich den Blick der Frau, die einen äußerst fragwürdigen, modernen (?) Kurzhaarschnitt trug, neben uns vor. In diesem Moment muss sie fieberhaft darüber nachgedacht haben, was zum Teufel so eine missratene Familie wie wir, als VIP Gast auf der Ehrentribüne einer Tischtennisweltmeisterschaft zu suchen hat. Humor hatte die Dame leider keinen. Und der Erdboden öffnete sich leider ebenso wenig. Es blieb trotzdem die Dankbarkeit darüber, dass mein Sohn einer “Unbekannten” diese Frage stellte und nicht den eigentlichen VIPs, nämlich den ganzen Athleten, die überall und unmittelbar um uns herum positioniert waren.

3. “Mama, da ist ein Schokoladenmann, oder ist das ein Kaffeemann?”

Und wir sind immer noch bei der Tischtennisweltmeisterschaft, hach was war das doch für ein ereignisreicher Tag – in jeglicher Hinsicht. Warum auch immer die Hälfte des Security Personals an diesem Tag dunkelhäutig war; ist ja auch eigentlich völlig egal und wäre mir nie aufgefallen – hätte es da nicht den Troublemaker gegeben der mich schon wild gestikulierend und aus 100m Distanz darauf aufmerksam gemacht hätte, in dem er mit dem Finger auf besagte “Kaffee- und Schokoladenmänner” zeigte. Gott sei Dank, nahmen es die Damen und Herren mit dem gleichen Humor wie “Papa Habibi” es tut, wenn er sich vorstellt, zuletzt bei unserem Notartermin zwecks Hauskauf gegenüber der Noch-Eigentümerin. “Gestatten, mein Name ist Ahmed, so wie Ahmed, der kleine Terrorist.” Ich bin mir sicher, unsere zukünftige Nachbarschaft ist gerade schwerst damit beschäftigt, alle Häuser “bombensicher” nachzurüsten, in Vorbereitung auf unsere Ankunft.

4. “Da ist Kaka auf dem Boden, wer von euch war das?!”

Völlig außer sich kam der Troublemaker ins Wohnzimmer gerannt, wo er sich mit verschränkten Armen und bösem Blick vor Papa Habibi, mir und dem im Maxi Cosi liegenden Minimonster positionierte. Es gilt, das Ausschlussverfahren, wer könnte hier wohl für dieses Desaster verantwortlich sein?! 🤔

5. “Der Papa hat heute Kaka auf dem Boden gemacht.”

Tja, das wäre dann das Ausschlussprinzip à la Troublemaker. Ich danke einfach nur Gott dafür, dass das Gehör unserer Nachbarin nicht immer ganz einwandfrei zu funktionieren scheint. Auch für sie ist es sicherlich in gewisser Hinsicht ein Segen.

5.  “Mama, warum bist du denn eine Prinzessin?”

Und in der Hand hielt er das Hochzeitsalbum von Papa Habibi und mir. Was hatte ich Pipi in den Augen.

6.  “Mama ist das eine Unterhose für Prinzessinnen?”

Der Troublemaker hatte mein Strumpfband im Kleiderschrank gefunden.

7. “Ich kann mich doch nicht zehnteilen.”

Mit verschränkten Armen steht der Troublemaker entschlossen vor mir, als ich ihn bitte sein Zimmer aufzuräumen. Woher hat der eigentlich solche Floskeln?! Da bleibt einem doch echt manchmal die Spucke weg. Zumindest solange bis man sich selbst bei der Entgleisung der genau gleichen Wörter ertappt. Ups, achja, daher hat er das.

8. “Der Bär hat so einen Hunger.” – “Ich mach dir gleich ein Brot”. “Der Bär hat aber Kekshunger.” – “Dann nimm dir noch einen Keks (zeigt auf die Vollkornkekse). “Der Bär mag leider nur Schokoladenkekse. Kann man nichts machen.” (zuckt mit den Schultern und nimmt einen Chocolate Cookie).

Du darfst jetzt nicht lachen, du musst ernst bleiben. Setzt die Autoritätsmaske auf und zeig ihm wer hier der Boss ist (dreht sich um und prustet los.)

9. “Mama und ich sind immer Schweine zuhause. Komm doch zu uns, dann kannst du auch ein Schwein sein.”

Und wieder ist die arme Nachbarin völlig überfordert mit der Situation und ich weiß nicht ob sie mich aus Höflichkeit oder Verlegenheit anlächelt. Zu gerne würde ich ihr die Funktionalitäten von Snapchat erklären, nur so ganz blick ich leider selbst nicht durch. Bisher versteh ich es lediglich ein Schwein zu sein.

10. “Jetzt muss Mama gleich mit der Arbeit telefonieren, da musst du bitte ganz leise sein.”  “Ich gehe in mein Zimmer und dann möchte ich nichts mehr von dir hören.”

“DEAL!” 😉

Und nun brenn ich natürlich darauf eure “Best ofs” zu hören – auf dass der Kindermund euch genauso in die Scheisse geritten hat, wie mich das ein oder andere Mal.

Nehmts mir nicht übel, aber ihr kennt das ja, geteiltes Leid und so.

In diesem Sinne, muchos lovos und bis bald,

Eure

De Sa

 

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